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Wie ölige Hölzer zu lackieren

Haben Sie jemals so etwas erlebt? Das Projekt läuft gut bis zu der Lackierungsphase. Sie bringen Polyurethan auf das Holz auf und beginnen zu warten, dass es trocknet. Sie warten und warten. Nach einigen Tagen, Wochen oder sogar Monaten ist der Lack noch nicht trocken. Was ist denn los?

Haben Sie sichergestellt, ob der Lack frisch und gut gelagert worden war? Sehr alte oder unsachgemäß gelagerte Lacke können schwierig härten. Bevor Sie mit einem großen Projekt anfangen sollten Sie das Polyurethan auf ein Stück testen, da viele Komplikationen zwischen minderwertigen Holzbeizen und Polyurethan entstehen können. Wenn der Lack auf die meisten Normholzoberflächen trocknet, aber nicht auf ein exotisches Holz, sollten Sie das Folgende beachten:

Warum trocknen ölbasierte Lacke auf viele exotische Hölzer nicht?

Das Kernholz vieler tropischer Bäume wie Teak besitzt eine einzigartige chemische Zusammensetzung. Viele dieser Verbindungen sind gut löslich in verschiedenen Lösungsmitteln, die in Lackmitteln zu finden sind. Das wird offensichtlich, wenn man eine Holzoberfläche mit einem Lösungsmittel vor dem Kleben wischt.

Ölbasierte Lacke wie Polyurethan sind reaktiv. Das bedeutet, sie gehen eine chemische Reaktion ein, wenn das Lösungsmittel in dem Lack verdunstet, wodurch er härtet. Das Problem entsteht, wenn bestimmte Verbindungen im Holz (genauer gesagt, Antioxidanten) in den aufgebrachten Lack eindringen, wobei diese chemische Reaktion nicht passiert. Daher bleibt der Lack immer klebrig.

Was tue ich dagegen?

Da reaktive Lacke einfach nicht auf exotische Hölzer härten können, brauchen Sie eine Beschichtung zwischen dem Holz und der letzten Polyurethanschicht. Sie brauchen einen Lack, der verdunstet. Solche Lacke unterscheiden sich von reaktiven Lacken danach, dass sie im Allgemein einfacher sind und gehen keine chemische Reaktion ein, um zu härten.

Harz oder ein anderes Material wird in dem Lösungsmittel gelöst, und sobald das Lösemittel verdampft, bleibt eine dünne Schichte zurück. Im Fall der Verdampfungslacke können die Antioxidanten noch in den Lack eindringen, aber das Lösungsmittel wird trotzdem verdämpfen und der Lack wird endlich härten.

Nitrozelluloselack und Schellack sind zwei Beispiele von Verdunstungslacken. Dennoch keiner davon ist so dauerhaft und reißfest wie Polyurethan. Deshalb ist es empfehlenswert, Verdunstungslack als Zwischenschicht zu benutzen. Schellack dient ausgezeichnet dazu.

Schellack – Ihr Freund!

Schellack kommt einem Allheilmittel möglichst nahe. Tragen Sie ein paar Schichten von entwachstem Schellack auf, um die Antioxidanten im Holz zu versiegeln, und dann den Decklack Ihrer Wahl. Bei besonders ölhaltigen Hölzern werden zwei bis drei Anstriche nötig.

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